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Ausstellungsinformationen

Grenzfälle des Raumes
14. Mai bis 28. August 2021
 

Lena von Goedeke, Franka Hörnschemeyer, Barbara Köhler, Melanie Manchot, Tanya Poole

Grenzfälle des Raumes versammelt signifikante Werke von fünf Künstlerinnen aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei und Lyrik, die als Raum- und Soundinstallation für die Galerie m realisiert werden.
Die Lyrikerin und Künstlerin Barbara Köhler hat eine Wandarbeit entwickelt, die auf ihrem Gedicht Elf 1/2 basiert. Die darin beschriebenen physischen Raumerfahrungen und existentielle Fragen berühren uns unmittelbar. Der Titel der Ausstellung ist ihrem Gedicht entlehnt.
Grenzfragen sind aktueller denn je. Meist geographisch oder politisch begründet, dienen sie heute auch dazu, unsere Lebensweise zu hinterfragen. Lena von Goedeke verdeutlicht mit ihrer luftgefüllten Raumblase Habitent die Fragilität unseres Lebensraumes. Die komplexe Installation Alpine Diskomiks der Mulitmediakünstlerin Melanie Manchot zeigt mittels Bild, Ton und Objekten auch audiovisuelle Grenzverschiebungen. Raumerfahrungen sind ein wesentlicher Aspekt sowohl in den Werken der Bildhauerin Franka Hörnschemeyer, deren Skulptur Oszilloskop zu sehen sein wird, als auch der Lyrikerin Barbara Köhler. Sie reflektieren physisches Erleben und existentielle Momente unseres Seins in ihre jeweiligen Sprache. Die Grenzen unserer Wahrnehmungsfähigkeit offenbart die großformatige Tuschemalerei von Tanya Poole, mit der sie sichtbar macht, was unserem Auge sonst verborgen bleibt.
Am 8. Januar 2021 ist Barbara Köhler nach langer Krankheit gestorben. Ihre Wandinstallation Elf 1/2 im Zentrum dieser Ausstellung zu wissen, ist uns Trost.
Barbara Köhler, Elf 1/2, 2012/2021
Melanie Manchot, Alpine Diskomiks, 2019
Tanya Poole, Span, 2020
Franka Hörnschemeyer, Oszilloskop, 2014
Lena von Goedeke, Vorschau auf Habitant, 2021